Arthroskopische Teilresektion und Glättung des Diskus

Das Handgelenk wird aus den Unterarmknochen Elle und Speiche sowie acht Handwurzelknochen gebildet. Der Diskus spielt als Knorpelscheibe, welche die Elle bedeckt, eine wichtige Rolle: Er wirkt als Puffer, vergleichbar der Funktion einer Bandscheibe. Bei Stürzen oder Verdrehungen kann der Diskus einreißen, oder er dünnt sich durch Verschleiß im Laufe des Lebens aus. Dies kann bis hin zu einem mittigen „Loch“ gehen, welches man als „zentrale Läsion“ bezeichnet. Bei einem Diskuseinriss können die Rissränder aufgefasert sein und mechanisch das Gelenk reizen. Ebenso können durch lokalen Druck aufgrund einer überlangen Elle die angrenzenden Knorpeloberflächen und Bänder geschädigt werden.

Bestehen Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen oder Schwellungen über einen längeren Zeitraum, ist eine Handgelenkspiegelung (Arthroskopie) angezeigt, sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie. 

 

Wie verlaufen Teilresektion und Glättung des Handgelenkmeniskus?

Über zwei bis fünf kleine Schnitte streckseitig am Handgelenk werden eine Mini-Kamera und je nach Bedarf Instrumente in das Handgelenk eingeführt. Zunächst werden alle Gelenkabschnitte inspiziert und die Festigkeit der Bänder getestet. Die Rissränder einer Diskusläsion werden abgetragen, bis stabile Ränder erreicht sind. Bei Schäden an den Gelenkflächen können überstehende Knorpelränder geglättet, eine gereizte Gelenkinnenhaut entfernt und bei Bedarf die Oberfläche des Ellenkopfes auch knöchern abgetragen werden.

Nach der Operation

Zur Erholung des Handgelenks ist eine Unterarm-Gipsschiene für einige Tage vorteilhaft. Anschließend darf der Patient den Handeinsatz je nach Schmerzen und Schwellneigung steigern. Die Belastungsfähigkeit kann für drei bis sechs Wochen nach dem Eingriff eingeschränkt sein. Von Anfang an muss der Patient den Faustschluss und das Ausstrecken der Finger in vollem Umfang üben, damit die Strecksehnen nicht im Bereich der Operationszugänge vernarben. Die Hautfäden können 12–14 Tage nach der Operation entfernt werden.

Typische Risiken und deren Häufigkeit

In seltenen Fällen können die Narben am Handgelenk über einige Wochen schmerzhaft sein. Es kann gelegentlich zu vorübergehenden Missempfindungen oder einem Taubheitsgefühl am Handrücken kommen.

Generelle Prognose nach der Operation

Die meisten Patienten mit zentraler Diskusläsion kommen mit einer einzelnen arthroskopischen Operation aus, sodass diese immer als erster Schritt empfohlen wird. Nur bei ungenügendem Erfolg ist noch eine zusätzliche, knöcherne Operation notwendig.

Wie gelingt die Rückkehr in den Alltag, das Berufsleben und den Sport?

Eine stärkere manuelle Belastung in Sport oder Beruf ist nach vier bis sechs Wochen wieder möglich.