Arthroskopische Naht des triangulären fibrokartilaginären Komplex 

Der dreieckige Faserknorpelkomplex (triangulärer fibrokartilaginärer Komplex, kurz TFCC), der das Handgelenk stabilisiert, kann durch einen Unfall verletzt werden und von der Elle abreißen. Hierdurch kann das Drehgelenk leicht gelockert oder gänzlich instabil sein. Die Folge sind Schmerzen vor allem beim Heben von Lasten und Drehen des Unterarms. Eventuell ist auch die Beweglichkeit blockiert.

Bestehen die Beschwerden über einen längeren Zeitraum, ist eine Handgelenksspiegelung (Arthroskopie) angezeigt, sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie. 

 

Wie verläuft der Eingriff einer TFCC-Naht?

Über eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel im Gelenk kann zwar der Verdacht auf eine Diskus-Verletzung oder einen TFCC-Abriss gestellt werden, das Ausmaß der Läsion und der Instabilität sind aber nur sehr schwer einzuschätzen. Die Indikation und das beste Verfahren zur TFCC-Behandlung werden in den allermeisten Fällen erst während der Arthroskopie sicher abgeklärt.

 

Über zwei bis fünf kleine Schnitte streckseitig am Handgelenk werden eine Mini-Kamera und Instrumente eingebracht. Nach Inspektion aller Gelenkabschnitte wird die Festigkeit der Bänder geprüft. Die Rissränder des Faserknorpelkomplexes (TFCC) werden angefrischt. Über einen zusätzlichen Schnitt ellenseitig am Handgelenk wird gleichzeitig von außen und innen der TFCC mit kräftigen Nähten, meist über Bohrkanäle durch die Elle oder Knochenanker, wieder fixiert. Ein abgebrochener Griffelfortsatz (PSU) kann entfernt oder stabilisiert werden.

 

Durch die Arthroskopie kann die Verletzung auch bei einer schmerzhaften Teilläsion diagnostiziert, durch die funktionelle Testung eingestuft und differenziert behandelt werden. Bei stärkerer Überlänge der Elle oder Knorpelschäden kann eine zusätzliche Ellenkürzung sinnvoll sein. Bei schlechtem Zustand des TFCC ist eine Bandplastik notwendig.

Nach der Operation

Von Anfang an muss der Patient den Faustschluss und das Ausstrecken der Finger in vollem Umfang üben, damit die Strecksehnen im Wundbereich nicht vernarben. Die Hautnähte können nach 12–14 Tagen entfernt werden. Um das Drehen des Unterarms zu verhindern, trägt der Patient nach der Operation für mehrere Wochen einen Oberarmgips. Anschließend darf er die Hand noch nicht belasten und nur aus eigener Kraft bewegen. Ab der siebten bis zur elften Woche darf das Handgelenk auch passiv mobilisiert und die Belastung gesteigert werden.

Typische Risiken und deren Häufigkeit

Insgesamt sind die Risiken gering. Es kann gelegentlich zu Missempfindungen oder einem Taubheitsgefühl am Handrücken kommen.

Generelle Prognose nach der Operation

Die Prognose ist insgesamt gut. In den Monaten nach dem Eingriff können noch Restbeschwerden auftreten. Bei einer Bewegungseinschränkung kann Physiotherapie notwendig sein.

Wie gelingt die Rückkehr in den Alltag, das Berufsleben und den Sport?

Sportarten, bei denen ein Handeinsatz erforderlich ist, darf der Patient frühestens nach 12 Wochen wieder aufnehmen, wenn das Handgelenk wieder voll belastbar ist. Ebenso sollen schweres Heben und Tragen sowie kraftvolle Drehbewegungen, bis dahin vermieden werden.