Die arthroskopische Arthrolyse bei Ellenbogensteife

Die Behandlung eines steifen Ellenbogens ist oft langwierig und schwierig. In den meisten Fällen beginnt die Leidensgeschichte mit einem Knochenbruch, der zur Verheilung ruhiggestellt werden muss. Während der Knochen verheilt, steift der Ellenbogen nach und nach ein. Der Eingriff, der das steife Gelenk wieder beweglich machen soll, wird als Arthrolyse bezeichnet.

Am Ellenbogen kann eine solche Arthrolyse arthroskopisch oder offen durchgeführt werden. Vor allem das Ausmaß der Steifheit entscheidet darüber, welches Verfahren angezeigt ist. Gab es bereits frühere Eingriffe beim Patienten, kann auch das die Wahl des Arthrolyseverfahrens beeinflussen.

 

Wie verläuft der Eingriff der arthroskopischen Arthrolyse?

Der Eingriff wird meist stationär durchgeführt. Während der Arthroskopie befreit der Chirurg das Gelenk von Narben und verdicktem Kapselgewebe, um den Bewegungsumfang zu verbessern. Neben der eigentlichen chirurgischen Intervention kommt der Schmerzbekämpfung während und in den ersten Tagen nach der Operation eine große Bedeutung zu. Zur gezielten Schmerztherapie kann durch den Anästhesisten eine Nervenblockade durchgeführt werden, was auch die Beübung in den ersten Tagen nach dem Eingriff erleichtert.

Nach der Operation

Eine besonders intensive Nachbehandlung ist für ein erfolgreiches Resultat der Arthrolyse unabdingbar. Das Gelenk wird so oft wie möglich bewegt. Dies erfolgt durch den Patienten selbst, aber auch passiv durch Physiotherapie. Gegebenenfalls werden auch technische Hilfsmittel wie eine Bewegungsschiene eingesetzt. Die Nachbehandlung nimmt meist mehrere Monate in Anspruch. In der Frühphase kommen Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz.

Typische Risiken und deren Häufigkeit

Die nicht komplett wiederherstellbare Beweglichkeit stellt die häufigste Komplikation der Arthrolyse dar. In der Regel können 30 bis 40 Grad dazugewonnen werden. Dies bedeutet, dass der Ellenbogen zwar besser beweglich wird, aber nicht genauso gut wie die unverletzte Gegenseite. Infektionen, Blutungen und Nervenverletzungen gehören zu den allgemeinen Risiken.

Generelle Prognose nach der Operation

Die Chance, dass durch den Eingriff die Beweglichkeit verbessert wird, ist hoch. Es muss jedoch festgehalten werden, dass das Erreichen der normalen Beweglichkeit nicht die Regel ist, da oft Resteinschränkungen, zum Beispiel ein endgradiges Streckdefizit, andauern können.

Wie gelingt die Rückkehr in den Alltag, das Berufsleben und den Sport?

Nach einer Arthrolyse sind alltägliche Aktivitäten für mehrere Wochen limitiert. Auch benötigt es meist mehrere Wochen, bis Autofahren wieder möglich ist. Im Zentrum steht die intensive Beübung des Gelenks. Nach sechs Wochen sind leichte sportliche Aktivitäten wieder möglich, nach drei Monaten auch höhere Belastungen. Das Endresultat nach einer Arthrolyse tritt in der Regel nach sechs bis zwölf Monaten ein.